Kirgisien (21.5. – 13.6.2011)

Wow, schon wieder fast ein Monat rum…

Wir haben das Nichtstun und freie Campingleben wirklich genossen hier in Kirgisien!

Ich mag gar nicht allzuviel schreiben, die Bilder sprechen für sich.

Kirgisien ist für uns Schweizer wohl ein bisschen wie Heimat: Berge, Seen, Wälder und grüne Matten soweit das Auge reicht, wenig bevölkert allerdings. Die Kirgisen sind gastfreundlich, aber überhaupt nicht aufdringlich oder neugierig. Immer wieder werden wir zum Tee eingeladen, meist gäbe es gleich eine Mahlzeit mit dazu… -oder es wird uns angeboten, ein Pferd zu reiten, aber mangels Bremse und Kupplung haben wir bisher immer dankend abgelehnt! Interessant waren auch unsere Einblicke ins hiesige Alpleben: den Sommer über gehen auch die kirgisischen Bauern z‘Alp und zwar mit ihren Kühen, Schafen, Pferden und Jurten. Das sind grosse runde Zelte, mit denen sie von Weide zu Weide ziehen und die immer noch nach alter Tradition und Sitte hergestellt werden, innen mit bunt besticken Teppichen ausgelegt sind und aussenrum schützen Filzdecken vor dem bissig-kalten Wind, der auf 3000 müM öfter mal weht. Da aber auch hier die Bauern für einen Zusatzverdienst schauen müssen, kann man bei ihnen essen und übernachten. Wovon wir gerne Gebrauch machen, wenn auch nur vom Essen; zum Schlafen ist unser Cruisie halt auch gemütlich!

Das Essen ist gut und nahrhaft, es gibt „Plow“, ein Pilawreis mit Hammelfleisch, und „Laghman“, ein Nudelgericht, und sie stellen einen Frischkäse und eigenen Butter her. Nur die einheimische Spezialität „Kymyz“, vergorene Stutenmilch, will uns nicht so recht schmecken… aber es gibt ja noch Bier und Vodka, und das reichlich! Obwohl die meisten Kirgisen Moslems sind, wird sehr locker mit den Regeln umgegangen, auch die Kleidung entspricht eher unserer Mode. Vor allem in den Städten kommen die Frauen sehr schick daher und extrem aufgefallen sind uns die vielen hohen Absätze und schwindelerregenden Stilettos, auf denen die jungen Kirgisinnen über die öfters ungeteerten Gehsteige balancieren! Ich könnte das nicht!!!

In Bishkek, der grosszügig und mit viel grün angelegten Hauptstadt, holen wir unsere diversen Visas für die Weiterreise ein. Und erst noch recht erfolgreich, sogar das russische kriegen wir schon, obwohl es erst „njet“ heisst. Nur mit den Uzbeken haben wir so unsere Schwierigkeiten… nach 9 Tagen kämpfen hätten wir es zwar gekriegt, aber mit „Eilservice-Zuschlag“… obwohl ein Freund von uns es in nur 7 Tagen zum Normaltarif erhalten hat!

Da wir nicht unbedingt dahin müssen, haben wir dann dankend abgelehnt, was zu einer kleineren Meinungsverschiedenheit mit dem Botschafter geführt hat. Na ja.

Dafür haben wir mehr Zeit für den Pamir und müssen weniger Kilometer abspulen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile im Leben und wohl auch seine Bestimmung!

Und so freuen wir uns jetzt auf Tajikistan, seine Bergwelt so nahe an den pakistanischen und afghanischen Grenzen und seine liebenswerten Menschen, von denen hier alle Mitreisenden so schwärmen!

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