Südthailand II (1.2. – 16.3.2012)

Von Koh Lanta fahren wir übers Inland zurück nach KhaoLak, denn wir müssen ja noch ein paar tolle Strecken finden für Silvia und Res, unsere Freunde aus Safnern, die uns Anfang März besuchen kommen… In KhaoLak fühlen wir uns gleich wieder wie zuhause, geniessen das Meer und die tollen Massagen von den Frauen hier am Strand neben unserem „Campingplatz“. Und zu unserem Erstaunen steht auch Brunos Bremach noch hier auf dem Platz, obwohl er doch nach Bangkok hatte fahren wollen um mit seinem Bruder Hansruedi den Norden und Kambodscha zu bereisen… Die Massagefrauen erzählen uns dann, dass das Auto habe abgeschleppt werden müssen (mit dem Quad von Edy und Brigitte hier auf dem Platz….) und Bruno nun mit dem Bus nach Bangkok gereist sei, aber bald wieder komme. Das sind ja News!

Schon am nächsten Tag treffen die zwei ein – und die Fehlersuche am Bremach geht los… mit Hilfe von hiesigen Elektrikern und „Fernbehandlung“ per Telefon nach Österreich gelingt eine provisorische Reparatur dann schliesslich nach ein paar Tagen.

Aber zwischendurch müssen wir noch nach Phuket ins Spital zum Tuberkulose-Röntgen um das australische Jahresvisum zu erhalten, welches uns dann auch zwei Tage später schon zugesprochen wird. Und natürlich wollen wir Susanne und Walter Bratschi besuchen, die hier mit Susis Bruder und seiner Frau Ferien machen. Wir verbringen einen schönen Nachmittag und Abend zusammen, sie überhäufen uns mit sehr willkommener Heftli-Lektüre (an Magazine – und dann erst noch über Camping- und Motorhomes, kommt man im Ausland selten), Aromat aus der Heimat und Wein aus dem Hotel… Danke vielmals!!! Es ist immer schön, Bekannte und Freunde aus der Schweiz zu treffen!

Zurück in KhaoLak feiern wir dann die erfolgreiche Bremach-Reparatur mit einem Grillabend, den es uns aber so richtig Monsunmässig verregnet. Paul und Brigitta, die wir von Siem Reap her kennen, treffen auch hier ein, aber nur zum „Hallo“ sagen, denn sie fahren für ein paar Tage mit einem Schiff raus zum Tauchen. Ein paar Tage später sind sie zurück, dann kommen auch noch die beiden Töffler Andrea und Thomas dazu, die wir ja auch kurz vor Siem Reap getroffen hatten. So sind wir wieder eine richtige Camping-Familie, wenn auch das Wetter nicht mitmacht und ich vor allem Andrea und Thomas für ihr Ausharren im Zelt bewundere! Die Zeit vergeht wie im Fluge, wir grillieren ein paar Mal und haben es immer sehr lustig zusammen. Doch so nach und nach fahren alle wieder weiter und der Platz leert sich wieder.

Auch wir wollen noch ein paar Strecken und Orte auskundschaften für den näherrückenden Besuch von Silvia und Res. So verbringen wir zwei Nächte im Khao Sok Nationalpark und sind sehr erfreut, dass sich kurz nach unserer Rückkehr nach KhaoLak auch Brigitta und Paul wieder zu uns gesellen! Ihnen hat es in Phuket nicht sonderlich gefallen und da sie schon bald nach Australien verschiffen wollen, fangen sie hier auf dem Platz mit dem Putzen ihres Autos an (die australischen Zöllner sind bekannt wegen ihrer Pingeligkeit punkto Sauberkeit!). Irgendwie ist das sehr ansteckend, so dass der ganze Platz bald einmal übersät ist mit ihren und unseren Habseligkeiten zum Waschen und Trocknen… auch Kölbi kniet und legt sich unters Auto um die Überbleibsel einer lange zurückliegenden Fahrt über eine türkische Bitumenstrasse (klebriger Teer ohne Split…) zu beseitigen. Abends belohnen wir uns dann jeweils mit feinem Thai-Essen und zwischendurch natürlich auch mal mit einer Massage oder einem Eis von der mobilen Glacefrau…. 🙂

Unvergesslich in Erinnerung bleibt uns sicher auch der „Discoabend“ mit unseren Massagefrauen. Kölbi hat am frühen Abend die Musikanlage rausgeholt und da gesellen sie sich spontan zu uns zu einem Bierchen und ausgelassenem Tanzen! Das ist eine für mich typische, schöne Thai-Eigenschaft: das Leben geniessen, wenn sich eine Gelegenheit bietet!!! Arbeit gibt es schliesslich genug den ganzen Tag.

Schliesslich ist das langersehnte Datum von der Ankunft unserer Schweizer Freunde endlich da und wir können sie am Flughafen Phuket am 1.März in die Arme schliessen. In unserem Cruisie fahren wir an die schöne Layanbeach und haben uns auf dem Liegestuhl viel zu erzählen. Silvia und Res haben uns viele Grüsse aus der Schweiz, liebevoll gemachte Päckli meiner Eltern, unsere Sonderwünsche und dann erst noch Würste und Klosterbräu mitgebracht! So hatten sie doch einiges zu Schleppen und prompt auch Gewichtsprobleme bei der Gepäckaufgabe… 🙂

Am nächsten Tag fahren wir nach Patong rein um ihnen ein Auto zu mieten – und nach einer ersten Enttäuschung finden wir dann schlussendlich in einem kleinen Suzukijeep das richtige Fahrzeug. Auf der Heimfahrt stoppen wir spontan auf einem Markt und bereits nach einer halben Stunde haben die zwei die meisten ihrer Souvenireinkäufe erledigt. Das nenne ich speditiv! Aber viel länger hätten sie auch nicht Zeit gehabt, kurz darauf geht ein Höllengewitter nieder…

Am nächsten Tag geht‘s über eine landschaftlich schöne Bergstrecke zu Olivers Banana-Guesthouse, bei dem wir eine Bootstour in die traumhaft schöne Phang Nga Bucht gebucht haben. Mit einem „Stabmixer-Boot“ geht‘s zu verschiedenen Inseln mit wunderschönen, aber vielbesuchten Traumstränden, wo wir im glasklaren Wasser auch Schnorcheln können. Nach dem wohlverdienten Picknick geht‘s zurück und wir fahren danach noch bis an „unsere“ Bucht bei Krabi, wo schon Brigitta und Paul auf uns warten. Alle zusammen feiern wir dann Res 50. Geburtstag mit einer feinen Grillade und diversem Feuerwerk ganz nach thailändischer Art: erst werden mit viel Getöse die bösen Geister vertrieben, dann gibts eine ganze Batterie Raketen und danach lassen wir Wunsch-Laternen steigen… dazu gute Musik und Fachsimpeln übers geeignete Reisemobil (wobei Paul und Kölbi sich ja einig sind: es geht nichts über einen Toyota HJZ).

Auf der Aonangtour am nächsten Tag müssen wir uns dann von Brigitta und Paul (wohl für längere Zeit) verabschieden; hoffentlich sehen wir uns in Australien wieder!

Nach einer eher ungemütlichen Nacht mit einer Ameiseninvasion mitten in unser Bett rein (auch die haben sich wohl ins Trockene retten wollen 🙂 ) fahren wir durch die einzigartige Felsenlandschaft Richtung Norden. Unterwegs halten wir bei einem Bergtempel, bewundern die fein geschnitzten Figuren und kunstvoll verschachtelten Dachkonstruktionen und machen Mittagsrast bei einem sehr rustikalen Nudelsuppenstand: Blutwurststücke und Hühnerfüsse inklusive!

Nachmittags trudeln wir dann im Khao Sok Nationalpark bei Miss Rattana ein; Bungalowbesitzerin, Wäschefrau, Kochschulleiterin und Restaurantbetreiberin (Service und Küche!) in Personalunion (sprich: weil ihre zwei Angestellten zu einer Beerdigung mussten, war sie ganz alleine für alles zuständig!). Das konnte ja nicht wirklich gut gehen, vor allem nachdem wir ihr noch zwei Riesensäcke mit Dreck-Wäsche brachten… aber sie ist gut im Organisieren: zwischendurch hat sie immer wieder die Waschmaschine gefüllt, Kochschule gab‘s nebenbei während dem Kochen für die Gäste im Restaurant. Silvia und ich haben erst zugeschaut und dann gleich mitangepackt: Gemüse und Fleisch schnippeln, Reis anrichten, Shakes machen und auch gleich noch bedienen! Die Situation kenne ich ja aus meiner eigenen Restaurant-Erfahrung: es gibt nie so viele Gäste wie wenn man knapp an Mitarbeitern ist….

Nach einer kühlen Nacht und einem gemütlichen Frühstück auf der Bungalow-Terrasse brechen wir zu einer Dschungelwanderung in den Nationalpark auf. In dem heiss-schwülen Wetter sind wir schon bald durchgeschwitzt und freuen uns aufs Bad im kühlen Fluss. Kaum sind wir drin fängt‘s an zu regnen und kurz darauf entdecken wir beim Picknick die ersten Blutegel… recht schnell sind wir wieder auf dem Heimweg, aber ausser bei mir saugt sich bei jedem eins dieser niedlichen Tierchen fest! Mit Hilfe von Kölbis Feuerzeug lassen sie sich jedoch innert Sekunden wieder fallen 😉

Zurück im Bungalow stellen wir fest, dass der Stromausfall vom Morgen immer noch nicht behoben ist und auch Miss Rattana noch nicht zurück ist von ihrer Einkaufstour. Also machen wir uns ein gemütliches Znacht auf der Bungalowterrasse bei Kerzenschein. Bei Gesprächen übers Reisen und Zukunftspläne vergeht ein weiterer schöner Abend.

Am nächsten Morgen beim Frühstück machen kriegen wir Überraschungsbesuch: ein Affe schleicht sich übers Stromkabel an und klaut hinter Kölbis Rücken ein Ei aus der Verpackung…! Das gibt natürlich ein Gelächter, vor allem als er nochmals zurückkommt um zu schauen ob noch eins übrig ist. Gutgelaunt fahren wir weiter bis zum Phang Nga Nationalpark, wo wir ein erfrischendes Bad im Wasserfallpool nehmen. Hier schwimmen viele grosse Fische mit uns rum, die von den Thais rege gefüttert werden (-und ausserhalb des Nationalparks wohl auch fleissig wieder rausgefischt werden…). Von hier ist es nicht mehr weit bis zu unserem Lieblingsstandplatz in KhaoLak und schon am Nachmittag können wir uns im Meer abkühlen. Die nächsten paar Tage vergehen wie im Fluge mit Streifzügen über den Markt, Massagen und Strandspaziergängen.

Zurück in Phuket machen wir noch eine Fahrt zum Big Buddha hoch oben auf einem Aussichtshügel, geben das Mietauto zurück und geniessen die letzten gemeinsamen Stunden, bevor wir Silvia und Res an den Flughafen zurückbringen müssen. Es war eine schöne und erlebnisreiche Zeit zusammen, Danke!

Kölbi und ich müssen uns nun aber erst mal sputen um an die Grenze nach Malaysia zu kommen, läuft unser Visa doch schon am nächsten Tag aus! Unterwegs kommen uns noch Brigitte und Edy mit dem Robusto(6x6MAN) entgegen, sie kommen gerade von Malaysia her. Schon sind wieder zwei Stunden rum mit News austauschen…. aber das sind immer die besten Informationen von Mitreisenden, die gerade aus dem Land kommen, das wir besuchen wollen. Und ich kriege erst noch ihre restliche SIM-Internetkarte geschenkt! So gut gerüstet machen wir uns am nächsten Tag auf an die malayische Grenze. Doch davon und von unserer Verschiffung nach Australien und unserem geplanten Kurzbesuch in der Schweiz berichte ich Euch dann im nächsten Teil….

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