Über uns

Chrigi & Kölbi gibt‘s seit fast 20 Jahren… wir lernten uns in Arosa bei der Arbeit in der Wintersaison kennen. Aus einem Techtelmechtel wurde mehr – und ehe sich‘s Kölbi versah, musste er den Töff für die Motorradreise überland nach Australien nach der Sitzbanklänge aussuchen !

Diese 22-monatige Reise 1992-94 machte uns fit für‘s „wahre Leben“ und so sind wir noch immer zusammen und wieder unterwegs…

Die letzten 16 Jahre haben wir recht viel gearbeitet. Kölbi hat sich einen guten Ruf als selbstständiger Dachdecker geschaffen und Chrigi hat das elterliche Restaurant übernommen und mit einem tollen Team zusammen sich einen guten Ruf als feinschweizerisches Essbeizli in der Region Biel/Grenchen erkocht.

Das innere Feuer zum Reisen hat jedoch weitergelodert; und bevor uns Krankheiten oder ein Herzinfarkt daran hindern würden haben wir zuhause alles aufgelöst und wollen nun mit unserem Toyota Landcruiser HJZ („Cruisie“) die Welt erobern….

Kölbi hat den Cruisie mit viel Herzblut zu einem tollen Campervan ausgebaut. Die Kabine ist von Alpha-Cab in Sigmaringen (www.alpha-cab.de) und passt genau auf den mittleren HJZ mit dem FRP-Top. Wir haben ein fixes Bett mit einem aufklappbaren Fensterzeltdach, Dusche und Toilette, Waschbecken, Kochnische und 2 Sitzplätze mit Tisch. Alles klein und auf uns 2 Personen ausgerichtet, aber super luxuriös zum Unterwegssein (vor allem verglichen mit dem Töffreisen…). Sogar 2 Klappfahrräder haben noch Platz gefunden !

zu unserer Reiseroute:

Mitte August 2010 sind wir von zuhause losgefahren und planen „überland“ nach Indien zu kommen. Kaum hatten wir die Visas beisammen, gingen in Pakistan die Überschwemmungen los und wir waren uns überhaupt nicht mehr sicher, wohin die Reise gehen sollte. Unterwegs haben wir gemerkt, -und von Freunden bestätigt bekommen-, dass man einfach seinem Herzen folgen muss und der Rest wird sich weisen.

Also waren wir nach einem Abstecher Richtung Frankreich wieder „auf Kurs“ und gespannt, ob es klappen wird bis nach Indien zu kommen. Durchs südliche Europa, der Türkei und dem Iran kamen wir im November ’10 nach Pakistan, das dann auch den ersten Knackpunkt der Reise darstellte… – aber nicht wegen den Überschwemmungen, sondern eher wegen der labilen Sicherheitslage! Wir wurden durch Belutschistan von Polizeieskorten begleitet und mussten meist in Polizeihöfen übernachten – nicht gerade das, was wir unter freiem Reisen verstehen! Ein halbes Jahr später wurden auf dieser Strecke dann auch die 2 Schweizer entführt, sodass wir Pakistan trotz unserer guten Erfahrungen mit seinen sehr gastfreundlichen Einwohnern nicht mehr empfehlen können!

Für Indien hatten wir ein Jahresvisum, uns reichten – vor allem wegen dem krassen Verkehr – aber schon 3 Monate. In Goa fanden wir heraus, dass China sich immer mehr auch für Autoreisende öffnet; konnten da auch gleich eine Gruppe bilden, was aus Kostengründen sehr empfehlenswert ist, da man einem Führer dabei haben muss. Tibet und Westchina haben uns sehr überrascht mit grandioser Natur, unbeschreiblichen Weiten, hohen Bergen und endloser Wüste! Durch Kirgisien und Tadschikistan haben wir Zentralasiens Bergwelt kennen- und liebengelernt, auch Kasachstan und Sibirien haben uns sehr gut gefallen. In der Mongolei lernten wir dann den unzähligen Tracks auch mal ohne die Sicherheit eines GPS zu folgen und waren beeindruckt von der Leere und Weite dieses windgepeitschten Landes! Wir konnten wiederum eine Gruppe von 3 Fahrzeugen bilden um den „mittleren Osten“ Chinas Richtung Südostasien zu durchqueren. Und hier geniessen wir jetzt die Wärme und die Offenheit von Laos, Kambodscha, Malaysia und vor allem Thailand, wo wir viel Zeit an den traumhaften Stränden verbringen. Wir sind durch Zentralasien/Sibirien und der Mongolei viele Kilometer gefahren und freuen uns jetzt am verlangsamten Reisen, an guten Gesprächen mit vielen anderen Touristen und Overlandern, die wir hier treffen!

Im Mai 2012 haben wir unseren Cruisie von Penang aus per 40’Container nach Kapstadt, Südafrika verschifft und sind via Schweiz (4 Wochen Heimaturlaub) dorthin geflogen. Über die „innere“ Route (Botswana, Zambia, West-Tansania) sind wir bis ans Westufer des Turkanasees in Kenia gefahren und über dessen Küste zurück nach Tansania, via Malawi und Moçambique nach Südafrika und haben zum Abschluss Namibia ausgiebig bereist.

Mitte März 2013 verpackten wir unseren Cruisie in WalvisBay wiederum in einen Container, der nach zünftiger Verspätung Mitte Mai dann unversehrt in Cartagena/Kolumbien/Südamerika eintraf. Die lange Verschiffungszeit verbrachten wir zuerst mit (schneereichem!) Heimaturlaub und anschliessend mit einem Kurz-Sprachkurs in Quito/Ecuador und dem Besuch der traumhaften Galapagos-Inseln. Auf dem Rückflug nach Cartagena legten wir auch in Bogota einen Zwischenstopp ein, so dass wir später um diese beiden Grossstädte mit dem Camper einen Bogen schlagen konnten.

Entlang der Anden reisen wir Richtung Süden mit einem Abstecher ins brasilianische Pantanal (Trockenzeit) und einem weiteren zur Peninsula Valdes an der argentinischen Ostküste um die Wale zu beobachten. Im Hochsommer erreichen wir mit Ushuaia auf Feuerland den südlichsten Punkt unserer bisherigen Reise, doch der Schneefall(!) treibt uns schnell zurück in den Norden… In Brasilien geniessen wir dann die lange vermisste Wärme und traumhafte Strände, leider reicht ein 3-Monate-Visum kaum für dieses riesige Land.

Da Chrigi für eine grössere Fuss-Operation zurück in die Schweiz will, stellen wir unser Auto im Paraiso Suizo in Uruguay bei Sylvia&Heinz ein und fliegen Anfang Juni 2014 für  viereinhalb Monate in die Heimat. Ende Oktober sind wir zurück, bereisen Uruguay und den Nordwesten Argentiniens, eine unserer Lieblingsgegenden. Leider stellt sich schnell mal heraus, dass Chrigi Fuss-OP kein Erfolg war und wir entscheiden uns für eine länger dauernde Heimkehr. Da dies wegen des Autos fast nur von Mexiko aus geht (wo man einen Camper bis zu 10 Jahre importfrei stehen lassen darf), fahren wir recht zügig die (eher langweilige) Panamericana hoch bis nach Ecuador. Erst in Kolumbien lassen wir uns wieder mehr Zeit und haben schlussendlich sogar das Riesenglück (auch finanziell!) mit einem nur kurzzeitig verkehrenden Fährschiff nach Panama übersetzen zu können. Normalerweise muss man diese sehr kurze Meeresüberquerung mit einer sehr kostspieligen Verschiffung (Container oder Flatrack) bezahlen.

Costa Rica gefällt uns sehr gut, wir dürfen fast überall frei am Strand campen, das Land ist sehr auf Touristen ausgerichtet, sauber und mit vielen tollen Naturerlebnissen. Durch Nicaragua und Honduras fahren wir dann eher zügig, auch von Mexiko sehen wir nicht mehr viel. In Teotihuacan, nordwestlich von Mexiko-Stadt, stellen wir unser Auto dann für eineinhalb Jahre sicher auf dem Campingplatz ein. Anfang April 2015 fliegen wir zurück in die Schweiz.

Dieses Mal ist die Operation erfolgreich und Ende August kann auch ich wieder auf meinen Beinen stehen und arbeiten gehen… 🙂 Nach einer eher turbulenten Zeit mit vielen Hochs und Tiefs sind wir nun (Oktober 2016) wieder zurück in Mexiko – und freuen uns auf dieses sehr kontrastreiche Land mit seinen extrem liebenswürdigen Menschen!

unsere zukünftigen Reisepläne:

Erst einmal besuchen wir Mexikos Hochland mit seinen Kolonialstädten, danach wollen wir die Wärme (Kölbi) und Ruinen (Chrigi) von Yucatan erkunden, evt noch bis Belize und Guatemala und dann die Pazifikküste hoch und rüber auf die Baja California um dann im Frühling ’17 in die USA einzureisen. Dort werden wir uns erst mal auf den Südwesten mit all seinen Nationalparks konzentrieren.

Ende Juni werden wir wahrscheinlich zurück in die Schweiz fliegen und es mit dem „Ernst des Lebens“ versuchen… 😉 Unseren Cruise werden wir in den Staaten einstellen und jeweils in den Sommermonaten weiterreisen: Montana, Alaska, Kanada stehen immer noch auf der Wunschliste!

Die weiteren Reisepläne werden sich ergeben und wir versuchen weiterhin dem Ruf unserer Herzen und Sehnsüchte zu folgen !

über unseren Blog:

Wir schreiben diese Seite in erster Linie für unsere Familie, Freunde und Bekannte zuhause, für all diejenigen, die sich für unsere Reise interessieren. Geschrieben wird so circa jeden Monat einmal, wobei kein Zwang dabei sein soll und auch kein Anspruch auf Lückenlosigkeit besteht! Frisch von der Leber weg erzählen wir aus unserem Reisealltag und was uns so passiert und auch bewegt. Zu kurz kommen dabei sicherlich viele Details und Reiseinfos, aber wer sich dafür interessiert darf uns gerne anschreiben und kriegt dann die gewünschten Informationen direkt von uns.

2 Kommentare zu Über uns

  1. Lisbeth und Werner sagt:

    Hallo zäme
    Wahnsinnig, was ihr da so alles erlebt!
    Ich lese in eurem Bericht, dass ihr nochmals zurück nach Südafrika fahren wollt. Wenn ja, besucht doch unsere Freunde Sabine und Stefan in Prince Albert, die vor einem Jahr dahin ausgewandert sind und nun das Cafe Albert führen.
    Viel Spass weiterhin auf euren Reisen (nicht zuviel sinnieren sondern einfach geniessen!).
    Gruss aus dem regnerischen und im Moment verschneiten Safnern
    Lisbeth und Werner

  2. Hallo zusammen

    Wünschen Euch erholsame Weinachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2013

    Gruss vom letzten wahren Maronibauer

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